Dieser Aufsatz ist zweiter Teil von einer Studie, die anhand des von mir
uebersetzten Kants Vorlesungstextes ueber Paedagogik und aufgrund der Kants
praktischen Philosophie das, was Kant ueber Paedagogik nachdenkt und sagt,
phaenomenologisch-interpretierend aufzuzeigen und begrifflich zu bestimmen
versucht. Diese vorgenommene Studie bezweckt keine kritische Auseinandersetzung
mit den Themenbereichen der Paedagogik und praktischen Philosophie Kants, sondern
gibt eine analytische, immanent aufschliessende, inneren Bezuege freilegende
Interpretation, und daher laesst sich als eine phaenomenologische Selbstinterpretation
charakterisieren. In der Studie wird es beabsichtigt, im Ausgang von dem
Vorlesungstext ueber Paedagogik und den verschiedenen Werken Kants einen
philosophischen Kommentar zu ueber Paedagogik zu verfassen. “Philosophisch” und
“Phaenomenologisch” im Titel setzen “Philologisch” voraus, aber sie sind zu
verstehen im Unterschied zu “Philologisch” und deuten hin auf meine
phaenomenologische Sichtweise und Auslegungsweise von dem Standpunkt der
(praktischen) Philosophie Kants aus. In diesem Kommentar stehen der Vorlesungstext
ueber Paedagogik im Vordergrund und die verschiedenen Werke Kants im
Hintergrund. Aber die Leser koennten den Vorlesungstext ueber Paedagogik in den
Hintergrund und die herangezogenen Werke Kants in den Vordergrund treten lassen.